Clickertraining für Hunde

Clickertraining für Hunde

Clickertraining macht Spaß, erleichtert die Erziehung und vieles mehr!


Hier erfahren sie alles über Clicker, bekommen Tipps für erfolgreiches Clickertraining mit Hund, ein Rezept für Leckerchen und Buch / DVD Empfehlungen.

WAS IST CLICKERTRAINING?

Clickertraining (Klickertraining) ist eine einfach zu erlernende Methode, seinem Hund zu sagen, welche seiner Verhaltensweisen erwünscht sind. Es ist eine durch und durch positive Methode. Sie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Verhaltensforschung und orientiert sich daran, wie Tiere lernen.
Clickertraining motiviert Hund und Mensch, denn es macht beiden Spaß: Während des Clickertrainings lernt der Hund zu lernen!


Die Kommunikation wird verbessert und dadurch die Beziehung zum Hund.

Beim Clickertraining konzentriert man sich automatisch auf das Positive, erwünschte Verhalten und das ist im Hundetraining sehr wichtig. Durch die Vorstellung von erwünschten Verhaltensweisen kommt man leichter an sein Ziel.


Das Clickertraining wird heute weltweit für das moderne Training mit Tieren aller Art angewendet, so z.B. auch in Zoos, Zirkussen, Film-Szenen, für die Ausbildung von Assistenzhunden, bei der Fährtenarbeit sowie im Hundesport.

Es eignet sich für die Grunderziehung genauso wie für Kunststückchen und Tricks, was richtig Spaß macht. Aber auch Problemverhalten kann damit angegangen werden.

Das Clickertraining, ermöglicht auch den Zugang zu verhaltensgestörten Tieren und lockt scheue Tiere aus der Reserve – am besten in Kombination mit der Tellington TTouch® Methode.


Es gibt verschiedene Klicker z.B.  mit Handschlaufen, Fingerringen, Target. Sie bekommen Clicker schon ab ca. 3 € wichtig ist dass der Ton angemehm ist und nicht zu laut.

Dieser ist mit Fingerhalter. 

Der Ton beim klicken ist sehr angenehm, nicht so laut wie bei anderen, und auch gleichbleibend.

Einer der ganz wenigen Klicker mit Lautstärke-/Ton-Regelung. 

iesen benutze ich, das ist mein Favorit :-) 

Das ist ein Trixie Clicker mit ausziehbaren Target. Mit sehr  nasenfreundlicher Kugel und mit angenehmen, recht leisen Ton.

Wenn sie auf das Bild klicken werden sie zum jeweiligen Clicker auf Amazon weitergeleitet * 

Clicker ist ein Knackfrosch: Drückt man – je nach Modell – auf eine Metall-Lasche oder auf einen Knopf – ertönt ein „Clickclack“, ganz klar und markant. Es gibt verschieden Modelle mit unterschiedlichen Lautstärken.
Wenn sie mit geräuschempfindlichen, ängstlichen Hund clickern möchten, sollten sie einen leisen Klicker benutzen. Am besten sind Clicker wo sie die Lautstärke einstellen können.


Tipp:

Clicken sie am Anfang 2,3 Mal in der Hosentasche und schauen sie, wie ihr Hund reagiert.

Halten Sie den Clicker aber niemals direkt an das Ohr des Hundes oder an Ihr eigenes.


Das Geräusch des Clickers ist kurz und prägnant und kann von Hunden leicht auch aus weiterer Entfernung wahrgenommen werden. Außerdem hört sich das Click-Geräusch immer gleich an, da es, anders als die menschliche Stimme, unabhängig von Emotionen und Launen des Besitzers ist. Ein weiterer Vorteil des Clickers ist, dass es kein alltägliches Geräusch ist. Dadurch bekommen es Hunde nicht zufällig im Alltag zu hören, sondern nur, wenn es von uns gewünscht ist.
Übrigens, ursprünglich stammt das Clickertraining vom Training mit Delphinen.


Wie Clickertraining funktioniert und was sie dabei beachten sollten erfahren sie weiter unten.

Clickertraining für Hunde

WIE FUNKTIONIERT CLICKERTRAINING?

Man klickt und belohnt (z.B. mit einem Leckerchen) ein Hundeverhalten, welches man für erwünscht hält.

Durch diese Belohnung wird für den Hund an Anreiz geschaffen, das Verhalten zu wiederholen z.B. man klickt, wenn der Hund die Pfoten auf dem Boden, anstatt am Besuch hat.


Vielleicht fragen sie sich jetzt: Warum belohnt man nicht sofort, ohne den Klick davor?

Wenn die Belohnung genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, wird sie im Hundegehirn mit dem Verhalten verknüpft, das sie belohnen möchten. Kommt die Belohnung zu früh oder zu spät, wird sie nicht mit dem angesprochenen Verhalten verknüpft. Dann versteht der Hund nicht, wofür er seine Belohnung bekommt.
Die Assoziationszeit, also die Zeitspanne, in der der Hund eine Verbindung zwischen der Belohnung und seinem Verhalten herstellen kann, beträgt eine sehr kurze Zeitspanne – 1 bis max. 3 Sek. , also beinahe zeitgleich mit ihr.


In Situationen, in denen man den Hund in Entfernung belohnen möchte oder er nur einen sehr kurzen Moment das gewünschte Verhalten zeigt, ist eine direkte Belohnung schwer oder gar nicht möglich. Der Click ist zeitgenauer. Zudem hat man eine Möglichkeit, Verhaltensweisen, die entfernt gezeigt werden, zu belohnen.


Das Klicken markiert im Gehirn den lobenswerten Moment.
Deshalb bezeichnet man ankündigende Signale wie den Clicker auch als Markersignale.

Das Gehirn schüttet Dopamine (Glückshormone) aus, sobald es das Markersignal wahrnimmt. Neue Informationen werden dadurch besonders gut im Gedächtnis verankert und sind später leichter abrufbar. Ein weiterer Vorteil bei Markersignalen ist, dass der Hund nicht mehr so auf die Leckerchen fixiert ist. So macht das Lernen viel mehr Spaß und ist einfacher.



Clickertraining  Konditionierung

Bevor sie den Clicker beim Üben einsetzen, sollten sie ihrem Hund beibringen, dass das Klicken eine Belohnung z.B. Futter ankündigt. Man nennt diesen Vorgang – den Hund auf den Klicker konditionieren.


TIPP:
Bevor sie mit der Konditionierung anfangen, nehmen sie sich ein paar Minuten Zeit, um die Handhabung des Clickers zu üben. Ihr Hund sollte dabei außer Hörweite sein.
Klicken sie ein paar Mal, probieren sie verschiedene Finger aus. Finden sie heraus was ihnen am meisten liegt. Extra Tipp: Wenn sie den Mittelfinger benutzen, haben sie Daumen und Zeigefinger frei um zusätzlich ein Leckerchen zu halten. Klicken sie auch mal mit der linken Hand.


So funktioniert die Konditionierung:
Nehmen sie den Clicker und halten sie viele weiche und erbsengroße Leckerchen griffbereit z.B. in der Leckerchentasche.
Beginnen Sie an einem bekannten und ruhigen Ort ohne Ablenkung. Betätigen sie den Clicker am Anfang in der Hosentasche.
Werfen Sie eine Handvoll Leckerchen 10 bis 20 Stück auf den Boden. Dann klicken Sie jedes Mal wenn Ihr Hund eines aufnimmt, das machen sie so lange, bis er alle Leckerchen gefressen hat.
Beobachten sie gut die Leckerchen Aufnahme.
Das Click-Geräusch ertönt kurz vor dem Schlucken.
Machen sie eine kurze Pause.


Jetzt klicken sie mit dem Clicker und geben dem Hund unmittelbar danach oder auch gleichzeitig ein Leckerchen.
Wiederholen sie das ca. 10 Mal.

Jetzt können sie testen, ob die Konditionierung geklappt hat.


Stellen sie die gleiche Situation her, wie vorher aber nehmen noch kein Leckerchen in die Hand.
Clicken sie, geben aber jetzt kein Futter.
Wenn der Hund nun erwartungsvoll auf ihre Hand oder den Leckerchenbeutel guckt oder anfängt zu sabbern hat er verstanden, dass nach dem Klick das Leckerchen folgt.
Geben sie ihm, in jedem Fall, das Leckerchen.

Falls sie sich nicht sicher sind, ob er das verstanden hat. Wiederholen sie alles zu einem späterem Zeitpunkt.


Unten finden sie wichtige Regeln die man beim clickern beachten sollte, Tipps für ein erfolgreiches Cklickertraining und ein Rezept für weiche, kleine Leckerchen.

Clickertraining Regeln

DIE WICHTIGSTEN CLICKER REGELN

Was sie unbedingt beim Clickertraining beachten sollten.


Regel 1

Immer wenn man den Clicker drückt, bekommt der Hund eine Belohnung z.B. ein Leckerchen
Bitte immer nur einmal klicken!

Klick – Belohnung , Klick – Belohnung usw.

Das „Klick“ Geräusch ist ein Versprechen für eine Belohnung und Versprechen werden immer gehalten! Anderenfalls löscht sich die Verknüpfung zwischen Klick und Belohnung wieder und ihr Hund freut sich nicht mehr über das Klickgeräusch.


Regel 2

Man klickt während des gewünschten Verhaltens, nicht davor und nicht danach.
Das Timing ist sehr wichtig. Sobald der Hund eine gute Verhaltensweise zeigt, muss der Click unmittelbar erfolgen. Wenn sie erst 2 Sekunden später klicken, kann der Hund das nicht mehr mit dem vorher gezeigten Verhalten in Verbindung bringen. Für die Belohnung mit dem Leckerli können sie sich etwas Zeit lassen.


Regel 3

Greifen sie erst nach dem Klick zu Belohnung und klicken Sie vor allem immer ohne zusätzliche Körpersprache.

Für den Aufbau des Clickertrainings eignet sich zu Beginn die Futterbelohnung am besten.
Später können alternative Belohnungen eingesetzt werden. Dabei ist es ganz wichtig auf die individuellen Vorlieben und Eigenschaften des Hundes einzugehen.

Ist der Hund auf den Klicker konditioniert können sie mit dem Training beginnen.


Tipps für ein erfolgreiches Clickertraining finden sie weiter unten.


Meine  Buchempfehlungen

Katharina Schlegl-Kofler

Hunde-Clickertraining: So klappt der Trick mit dem Click


Tolles Buch für Anfänger! 


Die erfahrene Hundetrainerin  gibt Ihnen in diesem Buch eine genaue Anleitung mit praktischen Übungen fürs Clickern.


Die Übungen werden Schritt für Schritt erklärt. Unter anderem Sitz, Platz, Rückruf, Bleib und Apportieren.


Zahlreiche Tipps helfen, Fehler von Anfang an zu vermeiden und das Training für Hund und Mensch gleichermaßen spannend zu gestalten.

Denise Nardelli

Der Trick mit dem Klick – Folge 1: NEUAUFLAGE – Trainingskarten mit DVD


Der gesamte Aufbau des Klickerns sowie viele lustige und nützliche Tricks werden hier gezeigt und erklärt.


Eine theoretische Einführung in das Tricktraining mit dem Klicker macht den Anfang von DVD und Buch. Hinweise, wie eine Trainingseinheit konkret gestaltet sein sollte sowie hilfreiche Tipps für den Trainingsaufbau, werden am Anfang der DVD in kurzen Sequenzen anschaulich dargestellt.


Die Hunde lernen jede Menge spannende Tricks und verstehen gleichzeitig, dass es sich lohnt mit dem Menschen zu kooperieren.

Katja Krauß

Hunde erziehen mit dem Clicker


Schritt für Schritt wird der Gebrauch des Clickers und der Aufbau der Übungen erklärt.


Enthaltene Übungen: Anschauen, Heranrufen, An- und Ableinen, Steh, Sitz, Platz, Lockere Leine, Unten bleiben, Vorsichtig.                                In verschieden Stufen erklärt.

Klappt es einmal nicht, gehen Sie einfach eine Stufe zurück.


Dieses Buch ein wenig anders als andere Bücher zum Thema Clickern. 


Was ich super finde: zusätzlich wird, was im Hundetraining wichtig ist, wie Körperhaltung, Umgebung und Hilfsmittel,  erklärt. 

10 TIPPS FÜR EIN ERFOLGREICHES CLICKERTRAINING 


  1. Belohnung muss den Hund belohnen!
    Besonders zu Beginn ist es wichtig, dass sie Leckerlis nehmen die sehr gut schmecken.
    Jeder Hund hat andere Vorlieben. Testen sie vorher was ihr Hund am liebsten mag.
    Verwenden sie kleine und weiche Leckerli – ganz unten finden sie ein Rezept
    Ziehen sie die Leckerlie von der Futter-Ration ab.

  2. Trainieren sie zuerst in einer bekannten und ruhigen Umgebung, ohne Ablenkung.

  3. Beginen sie mit einem Startsignal z.B. Action oder Los geht’s.

  4. Zerlegen sie die Aufgabe / Übung in viele kleine Schritte. Achten sie darauf, dass es ständig zu einem Erfolg kommt.

  5. Schulen sie ihre Beobachtungsgabe denn das genaue Hinsehen ist Voraussetzung für ein gutes Timing. Und üben sie das Clicken zum richtigen Zeitpunkt erst einmal ohne Hund. Am besten klappt das zu zweit und einem Tennisball oder Jonglierball. Der Trainingspartner lässt den Ball auf den Boden fallen und ihre Aufgabe ist es genau in dem Moment zu clicken, wenn er den Boden berührt. Das ist gar nicht so einfach.

  6. Halten Sie die Übungseinheiten kurz vor allem am Anfang nur 2 bis 5 Minuten. Trainieren sie lieber kürzer, dafür aber öfter.

  7. Nehmen sie anfangs nur eine Übung pro Training Trainingseinheit durch später können sie auch verschiedene Übungen nacheinander klicken machen sie aber immer Pausen dazwischen. Länger als sieben bis acht Minuten sollte ein Clicker-Training nicht andauern.

  8. Der Jackpot. Zeigen sie ihrem Hund, dass es sich lohnt mit ihnen zu arbeiten.
    Geben sie ihm zwischendurch viele Leckerchen auf einmal. Das ist sehr motivierend.

  9. Beenden Sie jede Übung deutlich mit einem kleinen Abschlussritual sagen sie z.B. Pause und verstreuen noch ein paar Leckerchen. Bestenfalls nachdem eine Übung gut geklappt hat.

  10. Missbrauchen sie den Clicker nicht. Sie sollten den Hund niemals mit dem Click-Geräusch zu sich rufen oder locken. Zeigen sie nicht mit dem Clicker auf den Hund. 

    Trainieren sie nur, wenn sie gute Laune haben.
    Zudem sollte man den Hund zu nichts zwingen. Wenn irgendetwas nicht klappt werden sie bitte nicht ungeduldig und schimpfen sie nicht.


    Falls eine Übung nicht funktionieren will, ist es vielleicht nicht die richtige für den Hund. Oder sie clicken nicht zum richtigen Zeitpunkt.

    Genauso gut kann ihr Hund einen schlechten Tag haben. Probieren sie es einfach am nächsten Tag wieder, vielleicht auch mit einer anderen Übung.


    Wenn der Hund ein unerwünschtes Verhalten zeigt, gibt es dafür weder einen Click, eine Belohnung, noch eine negative Reaktion! Stattdessen verlangt man ein alternatives Verhalten, welches der Hund wirklich beherrscht, und man clickt und belohnt dieses.


    Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim clickern!


    Clickertrainig - Leckerchen selber backen

    Leckerchen für das Clickertraining selberbacken

    Aus diesem Hundekuchen lassen sich viele, kleine, weiche Leckerlie für das Clickertrainig schneiden. Er ist sehr einfach zum backen und die meisten Hunde lieben sie.


    Hundekuchen Rezept:


    • 400g pürierte Leber
    • 400 g Vollkornmehl
    • zwei Eier


    Alle Zutaten mischen und bei 200 Grad 20 min. backen. Auskühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.



    Hier finden sie 3 Rezepte für leckere Hundekekse:


    Gesunde Hundekekse selberbacken


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